Schlagwort-Archive: Fensterbank einbauen

Fensterbänke aus Naturstein – Ausmessen, Einbauen und Pflegen

Fensterbank aus Granit - Granitfensterbank
Fensterbank aus Granit

Fensterbänke aus Naturstein, wie beispielsweise Granit, Marmor und Kunstmarmor finden immer häufiger beim Hausbau ihre Verwendung. Dieses Phänomen hat viele einfach zu erläuternde Gründe:

► Naturstein ist robust
► Naturstein ist langlebig
► Naturstein ist pflegeleicht
► Naturstein ist anpassungsfähig

Im Gegensatz zu Aluminium oder Holz  kann der Granit als Naturstein mit den meisten Vorteilen punkten. Er ist bei näherer Betrachtung ein echtes Multitalent und bleibt dabei in der Relation sehr erschwinglich. Granit ist sowohl für Fensterbänke im Innenbereich, als auch für Fensterbänke im Außenbereich geeignet. Marmor und Kunstmarmor sollten wegen seiner Porösität eher im Innenbereich ihr Einsatzgebiet finden.

 

Vorbereitungen und Ausmessen

Bevor die Fensterbank aus Granit, Marmor oder Kunstmarmor jedoch eingebaut werden kann, gilt es die Brüstungen der Fenster vorzubereiten.

Die Brüstung muss fest, trocken und sauber sein. Abgebröckelter Putz, Staub, Tapeten, Schmutz und Kleberreste müssen entfernt werden. Des Weiteren sollte die Brüstung gerade und eben sein, damit die Fensterbank optimalen Halt auf ihr findet.

Ggf. müssen Sie die Brüstung vor der Montage noch einmal neu verputzen und somit begradigen.

Erst wenn dieser Vorgang abgeschlossen ist, können Sie mit dem Zollstock beginnen, das Aufmaß für die Fensterbank zu nehmen. Messen Sie dabei alle 4 Seiten der Brüstung einzeln aus. In der Regel besitzt die Fensterbank in der Tiefe einen  ca.  3-5 cm langen Überstand. Diesen zählen Sie zu den Maßen der Tiefe hinzu. Für Außenfensterbänke, an denen eine Abtropfkante angebracht werden soll, rechnen Sie besser mit einem Überstand von 5 cm.

Die Tiefe der Fensterbank messen Sie bei Fensterbänken, die unter dem Fensterrahmen eingebaut werden sollen von der Wand bis zur äußeren Kante der Brüstung. Bei Fensterbänken, die am Fensterrahmen andocken sollen, messen Sie von der Unterkante des Fensterrahmens aus bis hin zur äußersten Kante der Brüstung.  Messen Sie links und auch rechts und notieren Sie sich das längste Maß, denn dieses ist maßgeblich für die Fertigung.

Die Breite der Fensterbank sollte vorne und hinten gemessen werden, um kleinste Unebenheiten am Mauerwerk ausschließen zu können. Messen Sie also die hintere Kante am Fensterrahmen und die vordere Kante der Brüstung. Beide Maße sollten notiert werden. Falls zu große Abweichungen da sind, die nicht ausgeglichen werden können, kann es sein, dass gerade bei Altbauten eine Anschrägung der Fensterbänke erfolgen muss.

Wenn Sie alle Maße aufgenommen haben, teilen Sie diese Ihrem Steinmetz mit. Dieser wird die Fensterbänke dann nach Maß anfertigen.

Fensterbänke aus Naturstein richtig einbauen

Es ist einige Zeit vergangen und die Fensterbänke stehen zum Einbau bereit. Der Einbau / die Montage der Fensterbänke funktioniert relativ einfach, wenn man alles richtig vorbereitet hat.

Halten Sie folgende Materialien und Werkzeuge für den Einbau bereit:  Montagekleber, Montagemörtel, Fugenmörtel, Holzkeile, eine Wasserwaage, einen Zollstock, 1-2 Kellen, 1 Spachtel

Platzieren und verkleben Sie die Holzkeile so auf der Brüstung, dass ein Gefälle von min. 5°  entstehen kann. Nun wird die Unterseite der Fensterbank sorgfältig mit dem Montagemörtel bestrichen und fest in die Laibung  gedrückt.

Nach 12 Stunden sollte der Montagemörtel ausgehärtet sein. Nun werden die entstandenen Fugen mit Fugenmörtel verfugt. Die Fensterbank ist fertig eingebaut.

Die Pflege von Natursteinfensterbänken

Fensterbänke aus Granit, Marmor und Kunstmarmor sind sehr robust und langlebig – vorausgesetzt sie erhalten die richtige Pflege. In jedem Fall sollten Sie die Fensterbänke einige Tage nach dem Einbauen imprägnieren.

Als weitere Pflege bietet sich die Reinigung mit einer speziellen Steinmilch für Natursteinprodukte an.

Falls einmal unschöne Flecken auf dem Naturstein entstehen, sollten diese zunächst mit klarem Wasser abgewischt werden. Anschließend kann der Fleck mit einem Natursteinreiniger behandelt werden.

Bitte beachten Sie, dass Sie die Impräglierung mindestens einmal im Jahr wiederholen müssen.